Mensch Jesus - die Ausstellung

"Jesus präsentiert sich den Besuchern der Ausstellung sozusagen als Überraschungsgast...." so Ulrich Schumacher, Leiter der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung in Arnsberg (KEFB) oder "Jesus ist die Brücke zum Evangelium..." meint Tobias Kleffner, Referent für Jugend und Familie im Dekanat Hochsauerland West.
Diese Aussagen sind spannende Hinweise auf eine außergewöhnliche Ausstellung, die am 24. Februar um 16 Uhr 30 im Arnsberger Mariengymnasium eröffnet wird. Die Wanderausstellung "Mensch Jesus" des Erzbistums Paderborn findet an vier Standorten im Dekanat Arnsberg-Sundern statt.
Genauso ungewöhnlich wie der Titel dieser Ausstellung ist auch ihre Entstehungsgeschichte:
Was von der Hamburger Kommunikationsdesignerin, Eva Jung, ursprünglich nur als Adventskalender für Freunde gedacht war, verbreitete sich rasant: Aus 24 alltäglichen Fotos mit von ihr ausgewählten Sprüchen zur Person Jesus entpuppte sich ein Projekt mit rund 100 Bildern!

Jesus, der Frauenversteher, der Kindernarr, der Fahrlehrer, der Mitbewohner.... kurzum, ein Mensch wie Du und Ich. Ein Mensch zum Anfassen, dem nichts Menschliches fremd war. "Er aß, trank und feierte. Er war abenteuerlustig und revolutionär, erlebte Freund- und Feindschaft, Brutalität und Zärtlichkeit. Er kannte Angst und Schmerz, Armut und Reichtum."
Allen Menschen, kirchennah oder -fern, bietet sich durch diese Ausstellung vielleicht die Möglichkeit, Jesus an bisher gottfernen Orten zu entdecken. Zu den Fotos und Sprüchen schaffen QRS-Codes und Smartphones den Zugang zu entsprechenden Bibelstellen. Ein multimedialer Jesus, der die Neugier und das Interesse von jungen Menschen neu erweckt. Schüler können sich zur Führung anmelden, aber auch in Kirchen im Stadtgebiet sollen die Bilder zu sehen sein.

Ein gewaltiger Arbeitsaufwand übrgens, der von vielen Ehrenamtlichen gestemmt wird. Ein Transporter mit dem passenden Namen "Jesus on Tour" befördert und bewirbt die Ausstellung und bringt die Idee von Ort zu Ort.

Pfarrer Daniel Maiworm (St. Petri Hüsten) erhofft sich durch "die pfiffigen Bilder" einen Bezug für Menschen zur Person Jesus. Stefan Siebert, Pfarrer aus Sundern, setzt darauf den Namen Jesus "blank putzen zu können", um ihn nicht in Vergessenheit geraten zu lassen".

Die 100 Bilder der Ausstellung tragen daher für jedermann zugängliche Titel und die in Bezug auf Jesus trotzdem ungewöhnlich wirken: "Jesus, der Finanzplaner", "Jesus, der Sanitäter", "Jesus, der Gastwirt", Jesus, der Steuerzahler".

Begleitend zur Ausstellung besteht für Besucher die Möglichkeit eigene Fotos und Ideen auf einer Internetseite zu posten: www.menschjesus-inspiriert.de.

Das Katholische Bildungswerk bietet zur Ausstellung ein Rahmenprogramm mit Vorträgen an, die alle von 19 Uhr 30 bis 21 Uhr statt finden:

"Jesus vor der Kamera"
Mittwoch, 28. Feburar im Mariengymnasium, Königstr. 36 a in Arnsberg.
Der Vortrag von Prof. Dr. Reinhold Zwick, Münster wird einige ausgewählte Jesus-Filme aus Deutschland, Italien, Algerien und Südafrika vorstellen und diskutieren.

Der letzte Tag des Jesus von Nazareth
Dienstag, 6. März in der Heilig Geist Kirche in Hüsten, Bahnhofstr. 169.
Der Vortrag sucht den letzten Tag Jesu in seinem dramatischen Ablauf zu rekonstruieren und Jesus auf seinem letzten Weg vom Abendmahlssaal nach Golgota zu begleiten. Referent ist Prof. Dr. Willibald Bösen M. Al, Heusweiler.

Ansichten Jesu Was das Jesusbild mit dem Bild von Jesus zu tun hat
Mittwoch, 14. März in Neheim im St. Ursula-Gymnasium, Engelbertstraße 43
Dieser Vortrag von Prof. Dr. Rita Burrichter, Recklinghausen geht der Typbildung bis in die Popkultur hinein nach und fragt nach den Gründen für die jeweils zeitgenössischen Anverwandlungen.

Wahrer Mensch (und wahrer Gott) - was wir von Jesus (dem Christus) wissen und was wir glauben
Dienstag, 20. März in der Krypta der Christkönig-Kirche in Sundern in der Silmecke.
An diesem Abend möchte Msgr. Prof. Dr. Konrad Schmidt den historischen Jesus zur Sprache bringen. Außerbiblische wie biblische Quellen werden entsprechend befragt. In einem zweiten Schritt ist die Auferstehung als entscheidende Zäsur vorzustellen, ab der wir nur noch im Glauben von Jesus sprechen dürfen.

Die Ausstellungsorte:
24. Februar bis 2. März
Mariengymnasium, Arnsberg

4. bis 9. März
Heilig-Geist-Kirche, Hüsten

12. bis 16. März
St. Ursulagymnasium, Neheim

18. bis 23. März
Christkönig-Kirche, Sundern

Ansprechpartner:
Nathalie Pieper